Amtswechsel im kleinsten Kreis – Justizminister Herbert Mertin verabschiedet Angelika Jansen-Siegfried und führt Jan Hornberger offiziell als Direktor des Amtsgerichts Landstuhl ein

Justizminister Herbert Mertin vollzog beim Amtsgericht Landstuhl den Wechsel an der Spitze des Gerichts nochmals offiziell. Im kleinsten Kreis verabschiedete er die frühere Direktorin Angelika Jansen-Siegfried, die Ende 2019 in den Ruhestand getreten war, und begrüßte den – nunmehr seit bereits fast zwei Jahren tätigen – Direktor des Gerichts, Jan Hornberger. Er leitet das Amtsgericht seit dem 2. Januar 2020. Auf die sonst zu diesem Anlass übliche öffentliche Feierstunde unter Beteiligung von Justiz, Anwaltschaft, Verwaltung und Politik musste pandemiebedingt verzichtet werden.

Der Minister dankte Angelika Jansen-Siegfried zunächst für ihre langjährige Tätigkeit im Dienste der rheinland-pfälzischen Justiz. „Sie, liebe Frau Jansen-Siegfried, haben dem Land 36 Jahre treu gedient, zuletzt mehr als fünfzehn Jahre als Direktorin des Amtsgerichts Landstuhl. Dabei wurden Sie für Ihre engagierte und anpackende, aber auch zugleich ruhige und ausgleichende Art von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stets geschätzt. Darüber hinaus danke ich Ihnen für Ihre langjährige Tätigkeit als Prüferin in den juristischen Staatsexamina. Für Ihren wohlverdienten Ruhestand wünsche ich Ihnen alles Gute, vor allem langanhaltende Gesundheit!“

Anschließend gratulierte Mertin Jan Hornberger herzlich zur Übernahme der Leitung des Amtsgerichts. Er wünschte ihm Erfolg und eine allzeit glückliche Hand: „Kurz nach Übernahme des Amts als Direktor des Amtsgerichts Landstuhl waren Sie, lieber Herr Hornberger, mit der Krisensituation der Corona-Pandemie konfrontiert. Bei den damit einhergehenden Herausforderungen haben Sie organisatorisches Geschick gezeigt und außergewöhnliche Kommunikationsfähigkeit bewiesen. So ist es Ihnen innerhalb kurzer Zeit gelungen, sich den Respekt und das Vertrauen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtsgerichts, aber auch außerhalb des Gerichts zu erarbeiten. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen“, so der Minister abschließend.

Information:

Jan Hornberger wurde am 3. April 1981 in Neunkirchen/Saar geboren. Er begann seine Laufbahn bei der rheinland-pfälzischen Justiz im November 2008 und wurde zunächst am Amtsgericht Rockenhausen eingesetzt. Nach einer Abordnung an das Ministerium der Justiz Rheinland-Pfalz wurde er am Landgericht Zweibrücken – zeitweise unter Teilabordnung an das Amtsgericht Zweibrücken – eingesetzt. Am Landgericht Zweibrücken wurde er im Mai 2012 auch zum Richter auf Lebenszeit ernannt. Darauf folgten eine Abordnung an das Oberlandesgericht Zweibrücken sowie eine erneute Teilabordnung an das Amtsgericht Zweibrücken. Seit 2. Januar 2020 ist Jan Hornberger Direktor des Amtsgerichts Landstuhl.

Angelika Jansen-Siegfried wurde am 20. August 1956 in Geilenkirchen geboren. Sie trat im November 1983 in den rheinland-pfälzischen Justizdienst ein. Nach Stationen bei dem Landgericht Kaiserslautern, dem Amtsgericht Kaiserslautern – bei Teilabordnung an das Amtsgericht Rockenhausen –, der Staatsanwaltschaft Frankenthal sowie Kaiserslautern und dem Landgericht Kaiserslautern wurde sie im Dezember 1987 dort zur Richterin auf Lebenszeit ernannt. Nach zwei Teilabordnungen als nebenamtliche Lehrkraft an den Einführungslehrgang für Rechtsreferendare in den Jahren 1988 und 1989, einer 14-jährigen Tätigkeit am Amtsgericht Kaiserslautern und einer Abordnung an das Oberlandesgericht Zweibrücken im Jahr 2001 wurde sie im Oktober 2004 Direktorin des Amtsgerichts Landstuhl. Vom 10. Oktober 2004 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand zum 31 Dezember 2019 war sie dort Direktorin des Amtsgerichts.

Das Amtsgericht Landstuhl ist eines von drei Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichts Zweibrücken. Sein Zuständigkeitsgebiet umfasst die Städte Landstuhl und Ramstein-Miesenbach sowie die Ortsgemeinden Altenkirchen, Bann, Breitenbach, Bruchmühlbach-Miesau, Brücken, Dittweiler, Dunzweiler, Frohnhofen, Gerhardsbrunn, Gries, Hauptstuhl, Hütschenhausen, Kindsbach, Kottweiler-Schwanden, Lambsborn, Langwieden, Martinshöhe, Mittelbrunn, Niedermohr, Oberarnbach, Ohmbach, Schöneberg-Kübelberg, Steinwenden und Waldmohr. Das Gericht hat insgesamt rund 40 Beschäftigte.