Justizminister Herbert Mertin: Trier wird dritter Standort für elektronisches zweites Staatsexamen!

Nachdem im April zum zweiten Mal erfolgreich die Klausuren des zweiten juristischen Staatsexamens in Rheinland-Pfalz elektronisch geschrieben werden konnten, wird nun im Herbst 2022 ein dritter Standort in Trier angeboten.

„Die Zeiten schmerzender Handgelenke für Prüflinge und unleserlicher Klausuren für Korrektorinnen und Korrektoren sind so gut wie vorbei! Ich freue mich, dass sich das elektronische Staatsexamen so großer Nachfrage erfreut! Rheinland-Pfalz geht – wie schon bei der Einführung des elektronischen Examens – voraus und bleibt damit ein attraktiver Standort für Referendarinnen und Referendare! Mit dem dritten Standort entsprechen wir dem Wunsch vieler Prüflinge, die anstrengenden Klausuren in der Nähe ihres Wohnorts ablegen zu können“, sagte Justizminister Herbert Mertin.

Im April 2022 entschieden sich knapp 90 % der Prüflinge dafür, die acht fünfstündigen Klausuren elektronisch zu schreiben. Während beim ersten Testlauf des elektronischen Examens im Oktober 2021 nur in Mainz elektronisch geschrieben werden konnte, wurde im zurückliegenden Apriltermin 2022 mit Frankenthal in der Pfalz ein zweiter Standort angeboten. Nachdem beide Termine gut verliefen, soll das elektronische Staatsexamen nun nicht mehr als Pilotprojekt betrieben, sondern regulär eingeführt werden.

Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt der technische Anbieter IQUL den Zuschlag, auch die kommenden juristischen Staatsprüfungen bis zum Frühjahr 2024 elektronisch zu ermöglichen. Zwar ist die handschriftliche Anfertigung der Aufsichtsarbeiten weiterhin möglich. Doch die zeitgemäße elektronische Anfertigung ist nun für die weitere Zukunft gesichert.

Information:

Seit Oktober 2021 können die Aufsichtsarbeiten des zweiten juristischen Staatsexamens in Rheinland-Pfalz elektronisch geschrieben werden. Dabei bleibt es möglich, die Klausuren handschriftlich anzufertigen. Dieses Wahlrecht zwischen handschriftlicher und elektronischer Anfertigung soll nach der bundesrechtlichen Gesetzeslage auch weiter erhalten bleiben.

Als technischer Anbieter kommt die IQUL GmbH zum Einsatz. Von diesem Unternehmen sind jeweils zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort im Einsatz, um den reibungslosen Auf- und Abbau sowie die technische Durchführung der Prüfungen zu gewährleisten.