Justizminister Mertin ehrt Absolventinnen und Absolventen der Justizvollzugsschule Wittlich

"Wir brauchen sehr gut ausgebildete, hoch motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um den großen Herausforderungen des Strafvollzuges professionell gerecht zu werden", betonte Justizminister Herbert Mertin gestern in Wittlich bei der Urkundenüberreichung an Absolventinnen und Absolventen der Justizvollzugsschule in Wittlich.

Der Minister beglückwünschte die Justizanwärterinnen und Justizanwärter. "Heute können Sie stolz sein auf Ihre bestandenen Prüfungen. Ihre Ausbildung war vielseitig und anspruchsvoll. Hinter Ihnen liegt ein turbulenter Lehrgang, der neben den Herausforderungen eines ohnehin schon sehr umfangreichen Lernstoffs zusätzlich noch einige pandemiebedingte Einschränkungen mit sich brachte. Mit der Arbeit im Vollzug haben Sie sich für ein wichtiges und schwieriges Berufsfeld entschieden. Gefangene zu einem Leben ohne Straftaten zu befähigen, gleichzeitig auch den Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten zu gewährleisten und für innere Sicherheit in den Anstalten zu sorgen, das sind große Herausforderungen. Für diese Anforderungen sind Sie gut gerüstet. Ich wünsche Ihnen für Ihr Berufsleben alles erdenklich Gute", so der Minister.

Der Minister konnte insgesamt 44 Anwärterinnen und Anwärtern ihre Ernennungsurkunden überreichen, davon 6 aus dem Saarland.

Hintergrund:

Die Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz mit Sitz in Wittlich ist seit 1991 eine selbständige Behörde der Justizverwaltung des Landes. Sie ist auf einem weiträumigen Gelände neben der Jugendstrafanstalt und der Justizvollzugsanstalt mit Justizvollzugskrankenhaus untergebracht.

Die Ausbildung für Beamte des 2. Einstiegsamtes im Justizvollzug erfolgt in einem achtzehnmonatigen Vorbereitungsdienst. Der Vorbereitungsdienst der Anwärterinnen und Anwärter gliedert sich in die fachpraktische und die fachtheoretische Ausbildung.

In der fachpraktischen Ausbildung lernen die Anwärterinnen und Anwärter die Praxis in den Justizvollzugseinrichtungen von Grund auf kennen. In der fachtheoretischen Ausbildung an der Justizvollzugsschule erwerben sie handlungsorientiertes Wissen und festigen Ihre Kenntnisse.

Die Ausbildungsmodule dauern zwischen einem und vier Monaten, so dass ein häufiger Wechsel von Theorie und Praxis stattfindet. Das Ausbildungsziel sind fachlich kompetente und stets professionell handelnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung für den Behandlungsvollzug und für Sicherheit und Ordnung im Justizvollzug übernehmen.

 

Weitere Informationen über die Justizvollzugsschule Wittlich erhalten Sie über www.justiz.rlp.de .