Justizstaatssekretär Philipp Fernis begrüßt neue Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare – In Rheinland-Pfalz beginnen heute mehr als 150 Juristinnen und Juristen ihren Vorbereitungsdienst

Am Landgericht Mainz begrüßte Justizstaatssekretär Philipp Fernis gemeinsam mit dem Präsidenten des Landgerichts, Tobias Eisert, heute 33 frischgebackene Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare. Diese werden in den kommenden zwei Jahren in Rheinland-Pfalz ihren juristischen Vorbereitungsdienst absolvieren, der mit der zweiten juristischen Staatsprüfung abschließt. Diese wird die Juristinnen und Juristen sodann zu einer Tätigkeit als Richterin bzw. Richter, Staatsanwältin bzw. Staatsanwalt, Rechtsanwältin bzw. Rechtsanwalt, Notarin bzw. Notar oder als Verwaltungsjuristin bzw. Verwaltungsjurist qualifizieren.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Begrüßung in zwei Schichten und unter besonderer Beachtung von Hygiene- und Abstandsmaßnahmen im Schwurgerichtssaal des Landgerichts statt.

Der Staatssekretär zeigte sich sehr erfreut, dass sich die Referendarinnen und Referendare für eine qualitativ hochwertige Ausbildung in Rheinland-Pfalz entschieden hätten: „Das Land Rheinland-Pfalz ist ein guter Ausbildungsort und insbesondere seine Justiz ein attraktiver und familienfreundlicher Arbeitgeber – auch und gerade in wirtschaftlich unruhigen Zeiten. Wir freuen uns, wenn sich möglichst viele von Ihnen auch nach dem Referendariat für eine Tätigkeit im rheinland-pfälzischen Justizdienst entscheiden“.

Der abwechslungsreiche Vorbereitungsdienst verbindet berufliche Praxis und Theorie und soll den Referendarinnen und Referendaren vertiefte Einblicke in die vielfältigen beruflichen Tätigkeitsbereiche von Juristinnen und Juristen bieten. Zu diesem Zweck findet eine praktische Ausbildung bei einem Land- oder Amtsgericht in Zivilsachen, einem Gericht in Strafsachen oder einer Staatsanwaltschaft, einer Verwaltungsbehörde, sowie einem Rechtsanwalt bzw. einer Rechtsanwältin statt. Daran schließt sich eine nach den individuellen beruflichen Vorstellungen gestaltete Wahlstation im In- oder Ausland an. Die praktische Ausbildung wird durch wöchentlich stattfindende Arbeitsgemeinschaften ergänzt.

Einstellungen in den juristischen Vorbereitungsdienst werden in Rheinland-Pfalz zweimal im Jahr vorgenommen, jeweils zu Beginn der Monate Mai und November. Voraussetzung ist ein mit der ersten juristischen Prüfung abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften. Landesweit beginnen heute 158 Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare ihre Ausbildung, davon 107 im Bezirk des Oberlandesgerichts Koblenz und 51 im Bezirk des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken.