Justizstaatssekretär Philipp Fernis ist „Ein Tag mit …“ – dem Frauenvollzug der JVA Zweibrücken

Staatssekretär Philipp Fernis besuchte heute im Rahmen der Besuchsreihe mit dem Titel „Ein Tag mit …“ die Justizvollzugsanstalt (JVA) Zweibrücken. Dabei traf er neben dem Anstaltsleiter Jürgen Buchholz mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Allgemeinen Vollzugsdienstes an deren Arbeitsplatz zusammen, um sie durch ihren Arbeitsalltag zu begleiten.


„Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Bediensteten des Justizvollzugs in Rheinland-Pfalz für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit zu bedanken. Die Anstalten müssen rund um die Uhr, Tag für Tag und im Schichtbetrieb funktionieren, um ihre wichtige Aufgabe zu erfüllen. Auch die Justizvollzugsanstalten werden durch die Corona-Pandemie vor erhebliche Herausforderungen gestellt, welche sie bisher hervorragend gemeistert haben“, erklärte Fernis im Anschluss an seinen Besuch.


Ein besonderer Schwerpunkt galt dabei dem Frauenvollzug der Anstalt, dem größten dieser Art in Rheinland-Pfalz. Hier plant die Landesregierung in den nächsten Jahren größere strukturelle Veränderungen: „Die Belegungssituation im geschlossenen Vollzug der Frauen ist seit vielen Jahren sehr angespannt. Perspektivisch soll die Erhöhung der Haftkapazitäten in der JVA Wittlich durch die Sanierung des dortigen alten Hafthauses ermöglichen, ein Männerhafthaus der JVA Zweibrücken künftig für den Frauenvollzug zu nutzen. Dies würde zu einer deutlichen Entlastung führen, die auch dazu genutzt werden soll, den Mutter-Kind-Vollzug in der JVA Zweibrücken voranzutreiben und bessere frauenspezifische Angebote – etwa eine Sozialtherapie – vorzuhalten. Der kleine und personalintensive Frauenvollzug in der JVA Koblenz mit lediglich neun Haftplätzen könnte dann zugunsten einer in der JVA Zweibrücken und der JVA Rohrbach konzentrierten Lösung aufgegeben werden“, erläuterte der Staatssekretär die derzeitigen Planungen abschließend.


Information:
Die JVA Zweibrücken ist eine von zehn Haftanstalten des Landes Rheinland-Pfalz und besteht seit 1845. Sie wurde von 1839-1845 als bayerisches Bezirksgefängnis erbaut und gilt damit als die älteste rheinland-pfälzische Justizvollzugsanstalt. Derzeit sind dort etwa 390 Gefangene untergebracht, darunter rund 130 Frauen. Die Anstalt ist damit der größte Standort für den Frauenvollzug in Rheinland-Pfalz. Auch werden dort die Freiheitsstrafen gegen weibliche Gefangene aus dem Saarland vollstreckt. Bei der JVA Zweibrücken sind insgesamt rund 300 Bedienstete beschäftigt.