Kopf besucht Aufnahmeeinrichtung auf dem Hahn und würdigt Engagement des Personals aus dem Justizvollzug

Staatssekretär Dr. Hannes Kopf besuchte heute die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende auf dem Flugplatz Frankfurt-Hahn, um sich über die Bedingungen vor Ort zu informieren.

„Die verurteilenswerten Straftaten in der Silvesternacht haben uns alle zutiefst erschüttert. Gleichwohl sollten wir uns bewusst machen, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge zu uns gekommen ist, gerade weil sie auf den Schutz unseres funktionierenden Rechtsstaat vor Gräueltaten und kriminellem Handeln vertrauen“, erklärte Kopf anlässlich des Rundgangs durch die Flüchtlingsunterkunft.

Norbert Henke, Leiter der Aufnahmeeinrichtung auf dem Hahn, zeigte dem Staatssekretär bei einem Rundgang die Örtlichkeiten, insbesondere das in Rheinland-Pfalz  selbstgebaute Modul-Holzhaus, in das nun rund 100 Flüchtlingen aus dem Flughafengebäude heraus umziehen können.

„Gerade jetzt, wo bei den in unserem Land lebenden Menschen ein großes Bedürfnis nach Sicherheit besteht, ist es für Rheinland-Pfalz von Vorteil, dass Erstaufnahmeeinrichtungen, wie diese hier auf dem Hahn von erfahrenen Leitern des Strafvollzuges in Betrieb genommen und geleitet werden.

Die Gewährleistung von Sicherheit gehört zu Ihrem Arbeitsalltag. Sie verstehen es, mit sicherheitsgefährdenden Situationen umzugehen und wissen, welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind. Ich danke Ihnen sehr, dass Sie – gemeinsam mit den vielen Unterstützern vor Ort Ihr spezielles Erfahrungswissen zu Gunsten der hier untergebrachten Schutz suchenden Flüchtlinge, aber auch zu Gunsten der Bevölkerung einbringen. Ich bin froh für die Gelegenheit, Ihnen Herr Henke, heute stellvertretend für alle, die sich im Justizvollzug zugunsten der Flüchtlinge engagieren, sehr herzlich zu danken“, betonte Kopf.  

Zum geräuschlosen Betrieb der Einrichtung trägt auch eine gelungene Kommunikation bei: In Form eines monatlichen „runden  Tischs“ ist auch das Umfeld in Person von Bürgermeister, Deutschem Roten Kreuz und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer regelmäßig in die Belange rund um Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge eingebunden. 

Norbert Henke ist hauptamtlich seit 2009 Leiter der Justizvollzugsanstalt Rohrbach. Seit Ende 1989 arbeitet er als Jurist im rheinland-pfälzischen Justizvollzugsdienst. So wie drei weitere Anstaltsleiter und drei Mitarbeiter aus dem gehobenen Dienst des Justizvollzuges leitet er - neben seiner eigentlichen hauptamtlichen Tätigkeit - die auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn angesiedelte Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.