Verbraucherschutz

Hier ist einiges gebacken: Auf seiner Sommerreise hat Verbraucherschutzminister Prof. Dr. Gerhard Robbers die neu gegründete Interdisziplinäre Kontrolleinheit Rheinland-Pfalz (IKER) beim Einsatz in einer Großbäckerei begleitet. Gemeinsam mit Lebensmittelkontrolleuren des Kreises Neuwied statteten die Spezialisten des Landesuntersuchungsamtes (LUA) der Gebr. HACK Feinbackwaren GmbH, Tochter der HACK AG, im Westerwald einen Kontrollbesuch ab.

Der Verbraucherschutzminister zeigte sich sowohl vom hochtechnisierten Produktionsprozess als auch von den kundigen Fragen der IKER-Kontrolleure beeindruckt: „Hier wissen alle Beteiligten sehr genau, was sie tun. Eine gute Nachricht für die Verbraucherinnen und Verbraucher.“

Die rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HACK AG in Kurtscheid  produzieren tiefgekühlte Konditorei- und Backwaren für den Groß- und Lebensmitteleinzelhandel. Den Großteil des Sortiments machen Torten und Kuchen aus. Darüber hinaus hat sich die Firma auf Brote spezialisiert, die in traditionellen Holzöfen gebacken werden.

Hauptaufgabe des siebenköpfigen IKER-Teams ist es, lebensmittelbedingten Krisen vorzubeugen. Dazu konzentrieren sich die Fachleute aus den Bereichen Lebensmittelkontrolle, Lebensmitteltechnologie und Lebensmitteluntersuchung unter anderem auf Betriebe, die besonders risikobehaftete Produkte herstellen – Backwaren mit Sahne und/oder Ei gehören dazu.

Bei den Schwerpunktkontrollen achtet IKER ganz besonders auf die betriebliche Eigenkontrolle der Unternehmer: Hat der Betrieb alle kritischen Punkte entlang der Lebensmittelproduktion erkannt und im Griff? Wie wird der Wareneingang kontrolliert? Kann der Betrieb im Fall einer Krise schnell und systematisch nachzuvollziehen, wohin er seine Produkte geliefert hat und welche Produktionschargen von einem Problem betroffen sein können?

Bei HACK hatten die IKER-Experten nichts zu beanstanden. Im Gegenteil: Sie bescheinigten der Firma ein überdurchschnittliches (Sicherheits-)Niveau.  Für Vorstandsvorsitzenden Peter Hack aber kein Grund sich zurückzulehnen: „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir alles tun, um bei der Lebensmittelsicherheit auch in Zukunft den höchsten Anforderungen zu genügen.“    

Kontrolle im Betrieb, Untersuchung im Labor

Die Kontrolle im Betrieb ist ein Standbein der Lebensmittelüberwachung. Das zweite ist die Untersuchung und Beurteilung von Lebensmittelproben in den Laboren des LUA. Gesundheitsgefahren wie etwa krankmachende Keime, die falsche Zusammensetzung oder mangelhafte Kennzeichnung können oft erst bei einer genauen Analyse festgestellt werden. Deshalb folgte der Minister im Anschluss an die Betriebskontrolle in der Westerwälder Großbäckerei den dort entnommenen Proben ins Koblenzer Lebensmittellabor des LUA. Dort demonstrierten Sachverständige, wie die Eier oder die Sahne, die bei HACK zu Torten und Kuchen verarbeitet  werden, auf mikrobiologische Verunreinigungen untersucht werden.

Fazit des Verbraucherschutzministers nach seinem Tag mit IKER und dem LUA: „Nicht nur die rheinland-pfälzischen Verbraucher, sondern auch die Lebensmittelhersteller haben mit dem Landesuntersuchungsamt einen im besten Sinne kritischen Partner an ihrer Seite.“