Albrecht Keimburg als Direktor des Amtsgerichts Trier ins Amt eingeführt – Jörg Theis in den Ruhestand verabschiedet

Justizminister Herbert Mertin führte heute Albrecht Keimburg als Direktor des Amtsgerichts Trier in Anwesenheit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Verwaltung in sein Amt ein. Albrecht Keimburg übernahm dieses Amt bereits am 2. Juli 2018. Einen Tag zuvor ging sein Vorgänger Jörg Theis in den Ruhestand. In den Räumlichkeiten des Amts- und Landgerichts wurde heute im Rahmen einer Feierstunde der Amtswechsel offiziell vollzogen.

Zunächst dankte Mertin Jörg Theis für dessen langjährige Tätigkeit. "Knapp 37 Jahre lang waren Sie im Dienst der rheinland-pfälzischen Justiz tätig und haben Ihre ganze Arbeitskraft dem Trierer Landgerichtsbezirk gewidmet. Neben Ihren fachlichen Leistungen zeichneten Sie sich durch Ihr Einfühlungsvermögen und eine vorbildliche Berufseinstellung aus. In all Ihren Funktionen und Stationen haben Sie vorgelebt, dass der Richterberuf für Sie nicht nur ein Job, sondern Verpflichtung und Verantwortung zugleich ist. Sowohl Ihre richterlichen Dezernate als auch die Verwaltungstätigkeiten erledigten Sie mit Ihrer ruhigen, engagierten und verbindlichen Art geräuschlos und effektiv. Daher war es für Sie ein Leichtes das Amtsgericht Trier in den letzten fünf Jahren zu leiten und würdig zu repräsentieren. Für Ihre unermüdliche Einsatzbereitschaft danke ich Ihnen herzlich und wünsche Ihnen für Ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute und vor allem Gesundheit."

Anschließend gratulierte der Minister Albrecht Keimburg herzlich zur Übernahme der Leitung des Amtsgerichts. Er wünschte ihm Erfolg sowie eine stets glückliche Hand für diese herausfordernde Aufgabe: "Sie, lieber Herr Keimburg, haben auf Ihrem Weg durch die Justiz alle Instanzen von Amts- bis Oberlandesgericht intensiv kennen gelernt und gezeigt, dass Sie das Repertoire eines Richters aus dem Effeff beherrschen. Stets höflich, aufgeschlossen und fachlich versiert haben Sie sich schnell einen hervorragenden Ruf erarbeitet und erfreuen sich allgemeiner Wertschätzung. Seit Juli bereichern Sie Ihren Erfahrungsschatz nun auch mit den vielseitigen Aufgaben der Justizverwaltung. Seitdem sind Sie der neue Direktor des Trierer Amtsgerichts und haben nicht nur mit den Insolvenzsachen Neuland betreten. In Ihrem bisherigen Berufsleben haben Sie immer wieder eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Lage sind, sich schnell und nachhaltig in neue Aufgaben einzuarbeiten. Bei Ihnen weiß ich das Amtsgericht Trier daher in guten Händen", so Mertin abschließend.

Information:

Albrecht Keimburg wurde am 23. Oktober 1957 in Idar-Oberstein geboren. Er trat im November 1989 zunächst im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf seinen Dienst an und wechselte 1992 als Staatsanwalt in Koblenz in den rheinland-pfälzischen Justizdienst. Kurz darauf wurde er beim Amtsgericht Simmern eingesetzt und nach einer weiteren Station beim Amtsgericht Idar-Oberstein dort im Januar 1994 zum Richter auf Lebenszeit ernannt. Im Jahr 2002 folgte eine Abordnungen an das Oberlandesgericht Koblenz. Herr Keimburg wechselte im September 2003 an das Landgericht Trier, wo er vier Jahre später zum Vorsitzenden Richter befördert wurde. Im September 2015 stand mit seiner Ernennung zum Richter am Oberlandesgericht Koblenz ein weiterer Wechsel an. Seit 2. Juli 2018 ist Albrecht Keimburg Direktor des Amtsgerichts Trier.

Jörg Theis wurde am 27. März 1953 in Bernkastel-Kues geboren. Er begann seinen Dienst bei der Justiz im November 1981 am Amtsgericht Trier. Es schlossen sich Stationen bei den Amtsgerichten in Bernkastel-Kues, Hermeskeil, Trier, Bitburg und Daum sowie dem Landgericht Trier an. Am Landgericht Trier wurde er im September 1986 zum Richter auf Lebenszeit ernannt. Im Juni 1998 erfolgte seine Beförderung zum ständigen Vertreter eines Direktors am Amtsgericht Trier. Von Februar 2013 bis Ende Juni 2018 leitete er das Amtsgericht Trier als Direktor. Seit 1. Juli 2018 befindet sich Jörg Theis im Ruhestand.

Das Amtsgericht Trier ist als Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit zuständig für erstinstanzliche Zivil-, Straf-, Bußgeld- und Familienverfahren, darüber hinaus für Grundbuch-, Nachlass-, Betreuungs- und Vormundschaftssachen. Es nimmt die Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs- und Insolvenzsachen für mehrere Amtsgerichtsbezirke wahr und ist zuständig für die Personenstandssachen des Landgerichtsbezirks. Zu den 112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören 22 Richterinnen und Richter. Damit ist Trier das größte Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.

Aufgrund des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 27. Januar 1877 wurden im Bezirk des Landgerichts Trier 16 Amtsgerichte, darunter das Amtsgericht Trier, eingerichtet. Dieses setzte die Tätigkeit des seit Anfang des 19. Jahrhunderts bestehenden Friedensgerichts fort. Dieses Friedensgericht hatte zuvor die kurfürstliche Gerichtsbarkeit abgelöst. Das Land- und Amtsgericht sowie die Staatsanwaltschaft Trier waren bis Ende 1944 im sogenannten "Lambertinum" untergebracht, welches durch Kriegseinwirkung vollständig zerstört wurde. Nach vorübergehender Unterbringung in anderen Dienstgebäuden konnte, zusammen mit dem Landgericht, 1954 das heutige Gerichtsgebäude bezogen werden, welches 1966 und 2004 wesentlich erweitert und modernisiert wurde.