Justizminister Herbert Mertin zeichnet ehrenamtliche Richterinnen und Richter der Sozialgerichtsbarkeit mit Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz aus

Im Ministerium der Justiz in Mainz überreichte gestern Justizminister Herbert Mertin gemeinsam mit dem Präsidenten des Landessozialgerichts, Dr. Werner Follmann, im Rahmen einer Feierstunde die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz an insgesamt elf ehrenamtliche Richterinnen und Richter des Landessozialgerichts sowie der Sozialgerichte Koblenz und Mainz. Die Ehrennadel wurde diesen jüngst durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Zeichen des Dankes und der Anerkennung verliehen.

"In Rheinland-Pfalz betätigen sich etwa 6.000 Bürgerinnen und Bürger des Landes als ehrenamtliche Richterin oder Richter bzw. als Schöffin oder Schöffe. Durch die Ausübung dieses Ehrenamtes bringen Sie in die Gerichtsverhandlungen Ihre allgemeine Lebenserfahrung und spezifische Berufserfahrung ein. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag dazu, für den jeweiligen Einzelfall gerechte Entscheidungen zu finden", erklärte Justizminister Mertin in seiner Ansprache.

Weiter dankte er den Geehrten für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement ausdrücklich: "Mit Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, die heutzutage mehr denn je beispielhaft ist, übernehmen Sie seit vielen Jahren Verantwortung in unserer rheinland-pfälzischen Justiz und darüber hinaus für den gesamten demokratischen Rechtsstaat. Daher freue ich mich, Ihnen heute diese Auszeichnung überreichen zu dürfen", so Mertin abschließend.

Information:

Die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter der Sozialgerichtsbarkeit werden jeweils für fünf Jahre berufen. Die Entscheidungen der Sozialgerichte werden durch Kammern getroffen, die mit einer Berufsrichterin oder einem Berufsrichter als Vorsitzender oder Vorsitzendem und zwei ehrenamtlichen Richterinnen oder Richtern besetzt sind. Das Landessozialgericht entscheidet durch Senate, denen drei Berufsrichterinnen oder Berufsrichter und zwei ehrenamtlichen Richterinnen oder Richter angehören.

Die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ist eine Auszeichnung des Landes. Sie wurde am 7. August 1974 durch den damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl gestiftet. Die Ehrennadel wird für eine mindestens zwölfjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der kommunalen, sozialen, wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Selbstverwaltung, in Vereinigungen mit sozialen oder kulturellen Zwecken oder für vergleichbare Tätigkeiten verliehen. Die heute ausgezeichneten ehrenamtlichen Richterinnen und Richter haben sich kontinuierlich mindestens zwölf Jahre lang für das Gemeinwesen in der Justiz engagiert.

Die Geehrten sind:

Braun, Rolf aus Oberwesel; Sozialgericht Mainz

Friesenhahn, Raimund aus Dahlheim; Sozialgericht Koblenz

Köhler, Bruno aus Herdorf; Landessozialgericht

Kohlmaier, Bernd aus Feilbingert; Sozialgericht Mainz

Oswald, Thomas aus Sprendlingen; Landessozialgericht

Reißmann, Michael aus Cochem; Landessozialgericht

Satter, Ursula aus Annweiler am Trifels; Landessozialgericht

Schirra, Joachim aus Kaltenengers; Sozialgericht Koblenz

Wesche, Barbara aus Wiesbaden; Sozialgericht Mainz

Wolffs, Ralph Alexander aus Frankfurt; Landessozialgericht

Zins, Rainer aus Dausenau; Sozialgericht Koblenz