Maria Stutz als Präsidentin des Landgerichts Zweibrücken feierlich ins Amt eingeführt – Markus Gietzen verabschiedet

Im Rahmen einer Feierstunde im Gebäude des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken wurde heute Maria Stutz von Justizminister Herbert Mertin feierlich in ihr Amt als Präsidentin des Landgerichts Zweibrücken eingeführt. Dieses übt sie seit dem 14. September 2017 aus. Zugleich wurde der bisherige Präsident Markus Gietzen verabschiedet, der zum 13. Juni 2017 die Leitung des Landgerichts Kaiserslautern übernommen hat. Zahlreiche Gäste aus Justiz, Verwaltung, Politik und Wirtschaft waren der Einladung zu den Feierlichkeiten gefolgt.

Zunächst sprach Mertin Markus Gietzen seinen Dank aus: "Mit großem Enthusiasmus haben Sie sich in den fünf Jahren Ihrer Amtszeit hier in Zweibrücken für das Landgericht und die Menschen der Region eingesetzt. Kreativ und vorausschauend denkend, mit einem großen Einfühlungsvermögen, hoher Motivationskraft und Integrationsfähigkeit ist es Ihnen auch bei schwierigen Problemstellungen stets gelungen, eine sachgerechte Lösung zu erzielen und viele Verbesserungen zu erreichen. Sowohl für die Justiz selbst als auch für das Verhältnis der Bürger zur Justiz haben Sie, lieber Herr Gietzen, viel bewirkt und immer wieder Brücken geschlagen. Für diesen Einsatz möchte ich Ihnen meinen Dank aussprechen. Auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen in Ihrer neuen Funktion in Kaiserslautern freue ich mich daher sehr. Mit der Pilotierung der eAkte steht dort ab Juni dieses Jahres ein Projekt an, das förmlich auf Sie gewartet hat."

Im Anschluss wünschte der Minister Maria Stutz für ihre neue Aufgabe alles Gute, Erfolg und das stets auch nötige Quäntchen Glück bei der Amtsführung: "Mit Ihnen, liebe Frau Stutz, übernimmt eine gleichsam couragierte wie empathische Richterin das Amt der Präsidentin des Landgerichts Zweibrücken. Wie Ihr Amtsvorgänger zeichnen Sie sich durch Ihr Organisationstalent und Ihren besonderen, einfühlsamen und mitreißenden Führungsstil aus. Dies haben Sie in allen Instanzen in unterschiedlichen Funktionen unter Beweis gestellt. Sie erfüllen damit in herausgehobenem Maße die besonderen Anforderungen, die eine Präsidentin des Landgerichts für ihre Leitungsfunktion mitbringen muss."

Information:

Maria Stutz wurde am 27. Januar 1963 in Merzig geboren. Sie trat im Juni 1992 in den rheinland-pfälzischen Justizdienst ein. Nach Stationen am Land- sowie am Amtsgericht Kaiserlautern wurde sie 1996 am Amtsgericht Kaiserslautern zur Richterin auf Lebenszeit ernannt. Im Oktober 1997 erfolgte ein Wechsel an das Landgericht Kaiserslautern, wo sie bis 2003 tätig war. Es folgten Abordnungen an das Landgericht Zweibrücken sowie an das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken. Dort wurde sie im November 2004 zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt. Im August 2015 wurde sie zur Vorsitzenden Richterin am Oberlandesgericht befördert. Am 14. September 2017 erfolgte die Ernennung zur Präsidentin des Landgerichts Zweibrücken.

Markus Gietzen wurde am 6. November 1969 in Zell (Mosel) geboren. Er trat im April 1998 als Richter in den Justizdienst des Landes Rheinland-Pfalz ein, zunächst am Landgericht Zweibrücken, später auch an den Amtsgerichten Zweibrücken und Kusel sowie dem Amts- und dem Landgericht Kaiserslautern. Im Mai 2002 erfolgte die Ernennung zum Richter auf Lebenszeit am Landgericht Kaiserslautern. Nach Abordnungen an das Ministerium der Justiz in Mainz von 2004 bis 2006, an das Landgericht Landau in der Pfalz von 2006 bis 2008 sowie an das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken wurde er im April 2009 dort zum Richter am Oberlandesgericht ernannt. Im Februar 2012 erfolgte die Ernennung zum Präsidenten des Landgerichts Zweibrücken. Seit dem 13. Juni 2017 ist er Präsident des Landgerichts Kaiserslautern.

Das Landgericht Zweibrücken ist eines von vier Landgerichten im Bezirk des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken. Es ist zuständig für die Amtsgerichtsbezirke Landstuhl, Pirmasens und Zweibrücken. Am Landgericht Zweibrücken sind rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter 14 Richterinnen und Richter. Die Bearbeitung der Geschäfte erfolgt in fünf Zivilkammern, einer Kammer für Handelssachen, vier Strafkammern und einer Strafvollstreckungskammer.