Bei der traditionellen Lossprechungsfeier in Wittlich hat Staatssekretär Dr. Matthias Frey gestern 25 rheinland-pfälzischen Absolventinnen und Absolventen der Justizvollzugsschule ihre Ernennungsurkunde überreicht. Auch den 14 Absolventinnen und Absolventen aus dem Saarland gratulierte Frey herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Dr. Matthias Frey: „Mit dem heutigen Tag haben Sie sich selbst ein großes Geschenk gemacht. Denn Sie haben Ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und damit ein wichtiges Kapitel Ihres beruflichen Werdegangs geschlossen. Sie haben bewiesen, dass Sie über das nötige Rüstzeug für eine erfolgreiche und sichere Arbeit im Justizvollzug verfügen. Für Ihre entschlossene Berufswahl und Ihre Entscheidung für einen unverzichtbaren Dienst zum Wohle der Allgemeinheit danke ich Ihnen!“
Der Staatssekretär hob bei seiner Ansprache die Vielseitigkeit des Berufsbildes hervor: „Sie sind nun Streitschlichterinnen und Streitschlichter in kritischen Situationen, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in emotional herausfordernden Zeiten und natürlich auch für die Sicherheit innerhalb des Vollzugs zuständig. Mit großer Hingabe hat das gesamte Ausbilderteam darauf hingearbeitet, Sie bestmöglich auf diesen vielseitigen und herausfordernden Berufsalltag vorzubereiten. Mein herzlicher Dank gilt daher auch allen haupt- und nebenamtlichen Lehrkräften.“
Der Allgemeine Vollzugsdienst ist eine elementare Säule des rheinland-pfälzischen Justizvollzugs. Seine Attraktivität konnte in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden. So sind zahlreiche neue Planstellen und Beförderungsstellen geschaffen worden. Zudem wurden die Anwärterbezüge und Zulagen erhöht und die Sicherheit im Justizvollzug durch Investitionen in vielfältige Schutzausrüstung weiter gesteigert.
Hintergrund:
Die Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz mit Sitz in Wittlich ist seit 1991 eine selbständige Behörde der Justizverwaltung des Landes. Sie ist zuständig für die Ausbildung der Anwärterinnen und Anwärter des 2. Einstiegsamtes Justizvollzug aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Zudem ist sie verantwortlich für die Durchführung der Fortbildung der Mitarbeitenden aller Laufbahngruppen des rheinland-pfälzischen und saarländischen Justizvollzugs. Die Justizvollzugsschule ist auf einem weiträumigen Gelände neben der Jugendstrafanstalt und der Justizvollzugsanstalt mit Justizvollzugskrankenhaus untergebracht.
Die Ausbildung für Beamte des 2. Einstiegsamtes im Justizvollzug erfolgt in einem achtzehnmonatigen Vorbereitungsdienst. Der Vorbereitungsdienst der Anwärterinnen und Anwärter gliedert sich in die fachpraktische und die fachtheoretische Ausbildung.
In der fachpraktischen Ausbildung lernen die Anwärterinnen und Anwärter die Praxis in den Justizvollzugseinrichtungen von Grund auf kennen. In der fachtheoretischen Ausbildung an der Justizvollzugsschule erwerben sie handlungsorientiertes Wissen und festigen Ihre Kenntnisse.
Die Ausbildungsmodule dauern zwischen einem und vier Monaten, so dass ein häufiger Wechsel von Theorie und Praxis stattfindet. Das Ausbildungsziel sind fachlich kompetente und stets professionell handelnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung für den Behandlungsvollzug und für Sicherheit und Ordnung im Justizvollzug übernehmen.
Weitere Informationen über die Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz erhalten Sie über www.justiz.rlp.de .